Apps überall

Apps überall

Muss es eigentlich für jeden Sch**ss eine App sein ?  Was nützt mir eine lokal installierte App, wenn der Content, den ich damit konsumieren will nicht verfügbar ist, nur weil die Server des App-Anbieters offline sind ? Wenn ich mir die ganzen Apps so anschaue, die ich bei mir auf meinem Androiden installiert habe, dann ist wohl ein schöner Teil davon nur zum Konsumieren.

 

Eine App als einfaches Frontend ?

Aktuellstes Beispiel ist Feedly. Wenn die Feedly-Server nicht erreichbar sind, kann ich die Feeds, die ich via RSS abonniert habe nicht lesen. Na toll. Warum kann die App die besagten RSS-Feeds nicht selber lesen, und sich mit der feedly cloud wieder synchronisieren, wenn diese erreichbar ist ? Da kann ich genausogut die Webseite dort benutzen (die ich übrigens sehr gut finde, egal mit welchem Gerät ich sie benutze).

 

Bessere UX in Form einer App ?

Es gibt glaube ich genügend Beispiele für responsive Webseiten, die eine gute wenn nicht sogar tolle User eXperience liefern ohne dass ich dafür eine beknackte App installieren muss. Twitter beispielsweise benutze ich schon seit langem nur noch über ihre mobile Webseite. Und es reicht mir. Mit HTML5 und den ganzen Javascript-Bibliotheken lassen sich so geile Webseiten bauen, die mir in Sachen UX genausoviel zu bieten haben, wie eine lokal installierte App. Und das ohne, dass ich auf jedem Gerät eine App dafür installieren muss.

 

Mir kommt fast die Galle hoch.

Wenn mir ein Produktanbieter oder ein Contentprovider eine App aufdrücken will, damit ich was bei Ihm kaufen kann bzw. um seinen Content konsumieren zu können. Über google plus ärgere ich mich regelmässig wieder auf. Die mobile Webseite ist echt eine Schande für einen multimilliarden Dollar Konzern, der in Sachen Webtechnologie so stark sein soll. Die ist mehr Schlecht als Recht. Klar, ich kann die reguläre Desktop-Seite im Browser auf dem Tablet benutzen, aber schon mal versucht das Dropdown-Menu zu benutzen, dass nur mit Mouse-Over funktioniert ? (*Kopfschüttel*).

 

Klar, der Funktionsumfang bzw. das Anwendungszenario entscheidet

Ich seh schon ein, dass eine App, welche beispielsweise die Hardware-Sensoren des Gerätes benutzt, sich nicht als HTML-Seite realisieren lässt (oder nur sehr schwer). Oder wenn sie komplett offline funktionieren muss (Beispiel Kindel Reader App). Aber für das bisschen Konsum und Produktion (einen Post oder Kommentar schreiben, ein Bild hochladen) benötige ich keine App.

 

Ist es etwa billiger 3 Apps zu entwickeln und zu unterhalten ?

Als eine Webseite, die responsive ist ? Wieso gerade 3 ? Windows Phone, Android, iOS…. Und den Rest der Welt schliesst man damit aus bzw. vergrault diesen mit einer miesen Webseite… nur mal so am Rande.

 

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt

Ich spiele mal wieder des Teufels Advokat und sage einfach: Es gibt vielmehr und viel einfacher Persönliche Daten beim Benutzer via APP „abzugreifen“ als via Web. Und wir alle wissen inzwischen, Benutzerdaten sind das „Öl des Inter-Webs“. Und diese Quelle sprudelt wohl auf einem Smartphone/Tablet heftiger.

 

In der Presse wird gerne immer wieder mal ein Drama wegen „Cookies“ gemacht, die uns „tracken“ usw. Schon mal die Berechtigungen bei der letzten App-Installation genauer angeschaut ? Ne, natürlich nicht. Ist ja dasselbe wie mit den Lizenzvereinbarungen bei der Installation einer Applikation auf einem Windows/Mac/Linux-Rechner (interessiert keine Sau). Wieso muss eine App zum lesen irgendeines Käse-Blattes Zugriff auf mein Addressbuch haben ? Oder Standortdaten, oder Zugriff auf den Gerätespeicher ? Wie gesagt… ein Schelm wer Böses dabei denkt 😉

 

Meine Behauptung

Manche App liesse sich durch den gekonnten Gebrauch von aktuellen Webseiten-Technologien einsparen.

 

So, und jetzt schau ich mir das Eröffnungsspiel der Fussbal-WM2014 an ^^