Seit kurzem hat mein Hunter auch den Level 60. Eigentlich levelte er sich fast “von alleine” da hoch. Ich bemerkte kaum, wie einfach sich dieser Character entwickelte. Wirklich “angestrengt” habe ich mich nie, wenn ich Pirotesse mal wieder hervor nahm. Der eigentliche Grund war der Beruf, den ich mit diesem Character verfolgte. Kürschnerei und Lederverarbeitung. Das war der eigentliche Motor, der mich antrieb von einem Gebiet ins andere zu wandern und dort die Mobs zu plätten, die ich benötigte um die Gegenstände zu erstellen um im gewählten Beruf weiterzukommen. Und so kam es, dass dieser Character grösstenteils durch die Farmaktionen für das immer wieder benötigte Leder hochlevelte. Und die Tatsache dass mir immer ein Pet zur Seite stand machte das ganze um so angenehmer. Pirotesse konnte locker immer ihren Bären mit seinem dicken Fell vorschicken und so die Aggro der Mobs auf sich ziehen lassen um ihnen dann ein paar Pfeile in den Arsch zu schiessen
)). Relaxed kam ich so zu meinem Leder und nebenbei noch zu einigen XPs . Mehr und mehr wurde Pirotesse auch zu einem Fun-Character nachdem das Maximum des Berufs Kürschnerei erreicht war, nämlich wie bei jedem Beruf ein Skill-Level von 300. Ich gebe zu, ich wurde einige male mit einem Farmbot bzw. einem farmenden Chinesen verwechselt, was auch naheliegend ist (den die meisten sind als Hunter unterwegs). Ich kann auch verstehen warum dem so ist. Meiner Meinung nach ist der Hunter der ideale Solo bzw. Farm-Character. Man hat praktisch keine “Down-Time” (selbst wenn das eigene Mana zu ende ist, kann man trotzdem weitermachen und vielleicht einen Mob weniger pullen lassen) oder man fängt an zu trinken und lässt das Pet schon mal anfangen die Arbeit für einen zu machen. Und so wird diesem Character auch eine Art “Supporter”-Rolle für meine andern 60er zugesprochen. Weil einige der Dinge die von den Mobs gedropt werden, auch für die andern von nutzen sind (neben Gold auch diverse andere Dinge wie Manatränke für Etoh oder Feuerwasser der Winterfelle für Miccio oder Twighlight-Texte ebenfalls für Miccio). Und all den andern Crap den man bei den NPCs immer wieder versilbern kann. Mal abgesehen davon, dass ja ab 60 die Quests auch eine schöne Summe Gold abwerfen.
Ich muss zugeben, Pirotesse hat den Ingame-Finanzen einen erheblichen “Boost” verpasst, so dass ich ihr letzte Woche ein 100% Mount kaufen konnte. Natürlich nicht alleine mit ihrem Gold. Nein, nein. Nicht dass da der falsche Eindruck entsteht. Ich habe ihr eigenes und alle Bankfächer der andern Character geplündert um so auf die benötigten 900g zu kommen um Reiten 150 zu lernen und ein entsprechendes Mount zu kaufen. Und ich muss sagen, ja… es lohnt sich wirklich. Mit so einem “Mount” kann man indirekt auch schneller farmen, weil man damit schneller bei einem NPC ist um den ganzen erbeuteten Schrott zu verkaufen (oder an einem Postfach um es seinem Auktionscharacter zu schicken… je nach belieben). Zusammen mit einem Hunterkollegen haben Piro und er letzte Woche mal die Twighlight-Lager unsicher gemacht. Undglaublich wie 2 Beastmaster-Hunter mit ihren Katzenpets da rocken. Es kann praktisch das ganze Lager gepullt werden. Man muss schon fast sagen, dass der Respawn nicht so schnell ist, wie man wieder bereit wäre, weitere Mobs zu hauen ^^. Und da die Mobs da auch gleichzeitig noch Texte droppen habe ich es auch geschafft, Miccio inzwischen auf ehrfürchtig beim Zirkel des Cenarius zu bringen. Der darf sich jetzt darüber freuen, dass er nur noch den verschnörkelten Griff der Qiraji braucht, um so zu einem tollen epic Streitkolben zu kommen.
Was ich inzwischen auch als echt spassig empfinde sind die battlegrounds. Die Schlachtfelder mit dem Hunter zu besuchen macht auch fun. Eigentlich war ich bisher nie gross begeistert davon, aber mittlerweile finde ich echt Gefallen daran. Man kann also sagen, mit dem Hunter habe ich weitere Aspekte dieses Spiels für mich gefunden, die mir zuvor verborgen blieben oder nicht so ausgeprägt vorhanden waren.
