Da denkt man sich, man tut sich mal etwas gutes (bzw. seinem Notebook) und ersetzt seine Harddisk mit einer SSD. Schon wieder was zum basteln, ja, ich weiss. Aber nachdem ich auf meinem anderen alten Notebook, das unter Windows 7 läuft bereits die herkömliche Harddisk gegen eine SSD ausgetauscht hatte, und Windows 7 auf dem ding jetzt förmlich fliegt, habe ich mich dazu entschlossen mein Schulnotebook auch mal aufzurüsten. Gesagt getan, der mechanische Teil war ja schnell erledigt. Das wirklich zeitaufwändige ist ja jedesmal wieder das aufspielen der Software und das „Customizing“. Da mein Schulnotebook ja unter Ubuntu läuft, habe ich auch gleich die Chance ergriffen, und das neueste Ubuntu 10.04 (a.k.a. Lucid Lynx) aufgespielt. Da ich ja sehr gerne mit Dreamweaver bastle, und das in der Vergangenheit auch immer unter Virtualbox benutzt habe, ergab sich auch gleich die Möglichkeit Virtualbox auf den neuesten Stand zu bringen. Alles weiter kein Problem, die neueste Version von Virtualbox (3.2) bei Sun bzw. Oracle runtergeladen installiert und gut war. Dachte ich zumindest, bis meine kopierte 7er Version von Windows anfing Zicken zu machen. Verdammte axt, beim ersten Start schrottete irgendetwas gleich das Filesystem von Windows in der Virtualbox. Und wie es so ist, man sucht bei sich zuerst den Fehler … also das ganze Windows nochmal installiert und dort schon Probleme bekommen. Meine Fresse habe ich geflucht und geheilandet. Irgendwann nach dem 3. Versuch war dann Windows drauf, und es lief (mehr oder weniger). Aber den Dreamweaver bekam ich nicht mehr installiert. Immer wieder Filesystemfehler auf Windows 7…. tja, und dann hab ich mich mal an meinen guten Freund google gewandt. Nach etwas suchen fand ich dann auch eine Antwort. Es war nicht Linux, es war nicht Windows und es war auch nicht die SSD, die da diese Mätzchen machte. Ok, irgendwie eben doch Linux, und zwar ext4, welches als Standardfilesystem inzwischen installiert wird. Scheinbar ist es bei Ubuntu der Fall, dass es einige Patches nicht in den Kernel geschafft haben und genau diese Fehlen, damit Virtualbox 3.2 seinen Dienst klaglos tut. Was ich nicht wusste ist, dass Virtualbox in der Version 3.2 einige Änderungen am I/O-System vorgenommen hat, und diese beissen sich mit ext4 bei Ubuntu. Was macht man da als pragmatischer Anwender ? nein, nicht den Kernel selber patchen, nein, ganz einfach auf die letzte funktionierende 3.1-Version zurückgehen, und siehe da, es funktioniert wieder alles wunderbar. Das und ähnliche Beispiele sind für mich mit ein Grund, warum Linux auf Privatanwenderseite nicht in die Gänge kommt. Aber anyway, ich bin wieder happy und kann meinen Dreamweaver und meinen Photoshop benutzen.

Hier ist übrigens der Link auf das Virtualbox-Forum mit den Beiträgen zu diesem Thema und die weitere Verlinkung zu launchpad wo über die Patches gesprochen wird, die eigentlich noch in den Kernel reinmüssten.

http://forums.virtualbox.org/viewtopic.php?f=7&t=31255